Executive Search (=Direktsuche) l Definition & Prozess l Vor- & Nachteile

Executive Search (=Direktsuche) 

Executive Search Definition 

Executive Search wird im Deutschen auch als Direktsuche bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine hochprofessionelle Art der Personalsuche. Konkret geht es um die aktive Suche, Ansprache und Abwerbung von Führungskräften, also um die Besetzung aktueller Vakanzen, ohne dafür Stellenanzeigen zu schalten. Die Personalsuche übernehmen in der Regel Headhunter sowie spezielle Personalberatungen. 

Aufgrund des Fachkräftemangels sowie des “War for Talents” hat die Executive Search ein maßgebliches Bedeutungswachstum erlebt, denn geeignete Mitarbeiter*innen in Schlüsselpositionen stellen eine der wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens dar. 

Executive Search Zielgruppe

In der Regel richtet sich die Direktsuche an leitende Angestellte, Abteilungsleiter*innen, Personalleiter*innen, Filialleiter*innen, Produktionsleiter*innen, Mitglieder der Geschäftsführung, hochspezialisierte Expertinnen und Experten oder auch Teile des Unternehmensvorstands. Generalisiert kann also gesagt werden, dass sich die Executive Search für Vakanzen eignet, …

  • … die eine große Personalverantwortung haben
  • … bei denen eine Fehlbesetzung mit überdurchschnittlich hohen Kosten einhergehen würde
  • … die ein hohes Gehalt umfassen
  • … die besonders vom Fachkräftemangel beeinflusst werden
  • … die ein extremes Fachwissen voraussetzen 

Executive Search Prozess

Eine systematische Executive Search lässt sich in einem mehrstufigen Umsetzungsprozess darstellen: 

  1. Bedarfsanalyse 

Im Zentrum der Bedarfsanalyse steht die Untersuchung des aktuellen Personalbedarfs. Dazu erfolgt in der Regel ein Ist-Soll-Vergleich. Darüber hinaus wird in diesem Schritt das Anforderungsprofil der jeweiligen Position erstellt, das heißt, es wird unter anderem formuliert, welche Voraussetzungen, Erfahrungen und Kompetenzen ein*e Kandidat*in mitbringen muss. Je genauer entsprechende Anforderungen in diesem Schritt formuliert werden, desto einfacher gestaltet sich die eigentliche Personalsuche. 

  1. Identifizierung 

In diesem Schritt geht es darum, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für die jeweilige Vakanz zu suchen. Dabei greift der Headhunter in der Regel auf interne Datenbanken, das eigene Netzwerk sowie Social-Networks wie Xing oder LinkedIn zurück. 

Ist eine Erstauswahl erfolgt, geht es nun um das diskrete Kontaktieren der entsprechenden Personen. 

  1. Vorauswahl

Im Rahmen der Vorauswahl erfolgen Erstgespräche, in denen es darum geht, nicht nur das generelle Interesse der möglichen Arbeitskraft aufzudecken, sondern auch die Passgenauigkeit zwischen den Stellenanforderungen und dem Profil der sich bewerbenden Person zu prüfen. Gegebenenfalls folgen auf das Erstgespräch weitere Interviews. Außerdem führt der Headhunter oftmals einen Background- sowie Referenzcheck durch. 

  1. Präsentation 

In diesem Schritt präsentiert der Personalsucher dem Unternehmen die möglichen Kandidatinnen und Kandidaten. 

  1. Entscheidung 

Nach Vorstellung dieser Personen liegt die tatsächliche Personalentscheidung beim Unternehmen selbst. Dafür erfolgt in der Regel ein weiteres Treffen, direkt zwischen Unternehmen und der in Frage kommenden Person. Gegebenenfalls werden nun auch schon Vertrags- und Gehaltsverhandlungen eingesetzt. 

Executive Search Vor- und Nachteile

 

VorteileNachteile
Hohe PassgenauigkeitSehr zeitaufwendig
Hohe Diskretion Sehr kostenintensiv
Hohe Professionalität des Recruitingprozesses durch Einbezug eines Headhunters
Ansprache von Kandidatinnen und Kandidaten, die selbst nicht auf Arbeitssuche sind, vergrößert das Kandidatenaufkommen
Möglicherweise fehlendes Know-How der HR wird kompensiert