Arbeitsproduktivität l Definition & Bedeutung l Berechnung l Beispiele

Arbeitsproduktivität 

Arbeitsproduktivität Definition 

Die Arbeitsproduktivität ist eine der Kennzahlen, die zur Beschreibung der Gesamtproduktivität eines Unternehmens verwendet werden. Sie beschreibt konkret das Verhältnis von Arbeitseinsatz und Arbeitsergebnis oder auch die durchschnittliche Arbeitsleistung einzelner Mitarbeiter*innen. 

Von großer Bedeutung ist die Kennziffer besonders im Controlling, wenn es darum geht, Arbeitsprozesse und Arbeitsabläufe zu analysieren, Schwachstellen aufzudecken und Optimierungsmaßnahmen einzuleiten. 

Arbeitsproduktivität Berechnung

Die Berechnung der Arbeitsproduktivität ist von verschiedenen Kennziffern abhängig, die zuvor individuell festgelegt werden müssen. So muss beispielsweise definiert werden, für welchen Zeitraum die Arbeitsproduktivität berechnet werden soll (denkbar wäre hier sowohl pro Stunde oder pro Tag als auch pro Monat oder pro Jahr) oder ob sie pro Mitarbeiter*in oder für die gesamte Belegschaft untersucht werden soll. 

Für die Berechnung selbst wird in der Regel folgende Formel verwendet:

Kennziffern für den Input können dabei unter anderem die Anzahl fertiggestellter Aufträge oder Produkte, die Anzahl der aktiven Arbeitskräfte oder die geleisteten Arbeitstage oder -stunden sein. Der Output kann beispielsweise in gefertigten Stückzahlen oder in Umsatz definiert werden. 

Berechnungsbeispiele

Arbeitsproduktivität im Vertrieb

In einem Vertrieb sind fünf Mitarbeiter*innen beschäftigt. Diese erwirtschaften einen monatlichen Umsatz von 250.000 Euro. Ein Monat hat 20 Arbeitstage. 

Input:

Output:

Arbeitsproduktivität:

Arbeitsproduktivität pro Mitarbeiter*in:

Arbeitsproduktivität bei der Fließbandproduktion 

Ein*e einzelne*r Mitarbeiter*in produziert an einem 8h Arbeitstag 3.000 Stück eines Produkts.

Arbeitsproduktivität:

Arbeitsproduktivität Bedeutung 

Die Berechnung der Arbeitsproduktivität ist besonders dann sinnvoll, wenn Unternehmen ihre Arbeitsergebnisse problemlos in Stückzahlen oder Geldeinheiten messen können. Aus diesem Grund wird entsprechende Kennzahl vor allem in der Produktion verwendet.

Kann das Arbeitsergebnis nur schwer in Zahlen beschrieben werden, weil es sich beispielsweise um kreative Prozesse und Dynamiken handelt, ist die Berechnung der Arbeitsproduktivität als qualitative Kennzahl weniger sinnvoll. 

Messen Unternehmen über einen längeren Zeitraum hinweg ihre Arbeitsproduktivität, lassen sich Aussagen über ihre wirtschaftliche Entwicklung anstellen, aus denen im besten Fall sogar Zukunftsprognosen abgeleitet werden können. Außerdem können anhand der Arbeitsproduktivität verschiedene Unternehmen miteinander verglichen werden, um dadurch Marktpositionen und Konkurrenzbeziehungen zu analysieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuell angepasste Optimierungsmaßnahmen einzuleiten, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. 

Sinken der Arbeitsproduktivität 

Das Sinken der Arbeitsproduktivität kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist ein schlechtes Arbeitsklima. So führen mangelnde Absprachen, Unstimmigkeiten im Team oder zu starre Hierarchiestrukturen dazu, dass die Produktivität sinkt. Zu entsprechender Senkung können außerdem Produktionsprobleme, beispielsweise ausgelöst durch veraltete oder defekte Maschinen, oder anstehende Wartungen beitragen. Eine weitere Ursache für die Verringerung der Effektivität kann eine langsame Arbeitsweise sein. Diese wiederum kann ausgelöst werden durch unkoordinierte Arbeitsprozesse, fehlende Leistungsbereitschaft oder Motivation der Mitarbeiter*innen sowie durch eine hohe gesundheitliche Belastung der Arbeitnehmer*innen. 

Die jeweiligen Gründe müssen für jedes Unternehmen individuell ermittelt werden und können durch das Einführen systematischer Maßnahmen beseitigt werden. 

Steigerung der Arbeitsproduktivität