Management by Exception l Definition und Vor- und Nachteile

Management by Exception 

Management by Exception Definition 

Beim sogenannten Management by Exception, das im Deutschen auch als „Führung nach dem Ausnahmeprinzip“ bezeichnet wird, handelt es sich um eine Führungskonzeption, die zu den Management by Konzepten gezählt wird. 

Der grundlegende Gedanke entsprechenden Führungskonzepts ist, dass den Arbeitskräften Entscheidungen und Aufgaben in Routineprozessen eigenverantwortlich übertragen werden. Das heißt, grundlegende Führungsfunktionen werden auf den unteren Hierarchieebenen delegiert und die jeweilige Führungskraft wird nur beim Eintreten unvorhersehbarer Ereignisse involviert. Entsprechende Situationen können beispielsweise die Überschreitung zuvor definierter zeitlicher Rahmen oder unerwartet schlechte Arbeitsergebnisse sein. Konkret bedeutet das, dass die berufliche Interaktion zwischen beschäftigten Personen sowie vorgesetzten Personen auf Ausnahmesituationen beschränkt ist. Daraus ergibt sich als Grundlage für das Management by Exception, dass die meisten im Unternehmensalltag zu treffenden Entscheidungen vorhersehbar sind und Routine- sowie Führungsaufgaben deutlich voneinander differenziert werden können. 

In der Praxis wird das Führungskonzept Management by Exception in der Regel im Rahmen eines 5-Phasen-Modells umgesetzt: 

  1. Definition von Unternehmenszielen sowie maßgeblichen Key Performance Indicators
  2. Definition eines Toleranzrahmens für die Abweichung der definierten Ziele 
  3. Ist-Soll-Vergleich
  4. Eingriff der Führungskraft bei Überschreitung des Toleranzrahmens 
  5. Regelmäßige Wiederholung von Schritt eins bis vier, bis zur Erreichung des Ziels durch erfolgreiche Erledigung der Aufgabe 

Management by Exception Vor- und Nachteile 

Vorteile

  • Entlastung der Führungskräfte
  • Verhältnismäßig geringer Kontroll- und Verwaltungsaufwand 
  • Motivationssteigerung durch Erhöhung der Eigenverantwortung 

Nachteile 

  • Eventuell Verschleierung schlechter Arbeitsergebnisse
  • Beschränkung der Mitarbeiter*innen auf Routineaufgaben, dadurch eventuell Steigerung der Gefahr eines Boreouts