Fluktuationsquote & Fluktuationsrate l Definition und Berechnung

Fluktuationsquote & Fluktuationsrate

Fluktuationsquote/-rate Definition

Die Fluktuationsquote, die oftmals auch Fluktuationsrate genannt wird, beschreibt die Personalbewegung eines Unternehmens. Konkret bedeutet das, dass sich mittels dieser Quote die Relation zwischen Personalbestand und Personalabgängen berechnen lässt. Werden neben diesen zwei Größen weitere Details, wie in etwa die Hierarchiestufe, der Unternehmensbereich oder die Funktion der jeweiligen ausscheidenden Person beachtet, so gewinnt die Fluktuationsrate, die oftmals als Indikator für die Mitarbeiterzufriedenheit eines Unternehmens verwendet wird, an Aussagekraft. 

Ihre Bedeutungskraft erlangt die Fluktuationsquote besonders im Vergleich mit anderen Unternehmen gleicher Branche und ähnlicher Größenordnung. 

Fluktuationsquote/-rate Berechnung

Zur Berechnung der Fluktuationsquote gibt es verschiedene theoretische Ansätze. Die Formel der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ist jedoch die am weitesten verbreitete:

Eine weitere sehr bekannte Formel ist die Schlüter-Formel, die den Personalbestand am Anfang der berechneten Periode in den Nenner nimmt und diese durch die Anzahl der Betriebszugänge ergänzt, wodurch die Problematik berücksichtigt wird, dass der Personalbestand eine Stichtagsgröße ist und die Personalabgänge eine Zeitraumsgröße sind:

Anwendungsbeispiel

Kennzahlen:

  • Personalbestand zu Beginn der Periode: 60
  • Durchschnittlicher Personalbestand: 59
  • Abgänge: 7
  • Zugänge: 5

BDA-Formel

Schlüter-Formel

Fluktuationsrate nach Branchen

Zwischen einzelnen Branchen kommt es zu starken Unterschieden bezüglich der Fluktuation.

Durchschnittliche Fluktuationsquote nach ausgewählten Branchen:

  • Telekommunikation: 18%
  • Chemie: 16%
  • Automobil: 12%
  • Handel: 17%
  • Banking/Finanzen: 17%
  • Luft-/Raumfahrtindustrie: 11%

Gründe für Varianz der Fluktuationsquote einzelner Branchen

Dass es zu deutlichen Unterschieden bezüglich der Fluktuationsrate innerhalb einzelner Wirtschaftsbranchen kommt lässt, sich unter anderem mit einer schwankenden Auftragslage zwischen diesen Branchen erklären. Darüber hinaus spielen in diesem Zusammenhang sowohl der teilweise saisonal schwankende Personalbedarf innerhalb einzelner Branchen als auch die fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten in anderen Branchen eine Rolle. 

Branchenübergreifende Einflussfaktoren, die auf die Fluktuationsquote einwirken, können die allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt, geographische Faktoren sowie der demographische Wandel sein.