+49 521 448 1399-0


kostenlose Beratung


Studien

Fachkräftemangel überall, doch DAX-Unternehmen verschlafen Google for Jobs

 

Studie downloaden

 

Gemeinsam mit der Universität Paderborn haben wir eine Studie erstellt: Wie sind die großen DAX-Unternehmen eigentlich mit ihren Stellenanzeigen aufgestellt?

 

  • Nutzen sie die Effizienz der Google-Anzeigen (SEA)?
  • Betreiben sie effektives SEO (Suchmaschinen-Optimierung)?
  • Nutzen sie das – noch – kostenlose Google for Jobs?

 

Alles Hilfsmittel, damit potenzielle Bewerber die Stellenanzeigen überhaupt erst einmal finden und damit sehen können.

 

Die Antworten waren relativ ernüchternd ...

  • Nein
  • So gut wie nicht
  • Nein

 

Aber der Reihe nach.

 

Die Stellenanzeigen dieser DAX-Unternehmen wurden untersucht:

Adidas, Allianz, BASF, Bayer, Beiersdorf, BMW, Continental, Covestro, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Post, Deutsche Telekom, E.ON, Fresenius, Fresenius Medical Care, Heidelberg Cement, Henkel vz., Infineon, Linde, Lufthansa, Merck, Münchener Rück, RWE, SAP, Siemens, Thyssen Krupp, Volkswagen, Vonovia, Wirecard.

 

Die Ergebnisse der Studie basieren auf der objektiven Analyse der Karriere-Webseiten der untersuchten Unternehmen hinsichtlich verschiedene Kriterien. Der Vorteil dieser Studie: Die Untersuchung bezieht sich auf „harte Fakten“. Ganz klar und eindeutig, ohne „hätte, wäre, könnte“. Es geht nicht um Meinungsabfrage oder um Stimmungslagen, sondern darum: was geben die online-Stellenanzeigen her.

 

Das wurde untersucht:

  • Nutzen die DAX-Unternehmen die Effizienz der Google-Anzeigen?

Hier wurde überprüft, ob die Unternehmen auf bestimmte Keywords oder Keyword-Kombinationen Google-Anzeigen geschaltet haben. Es wurden typische und sinnvolle Keywords bzw. Kombinationen wie

- Name des Unternehmens

- Name plus Karriere

- Name plus Ausbildung(en)

            - Name plus Duales Studium

            - Name plus Stellenportal

            - Name plus Stellenangebote

            - Name plus Jobs

            - Name plus Jobbörse

            - Name plus Quereinsteiger

            getestet.

Haben die Unternehmen Google-Anzeigen über die Keywords oder  Kombinationen geschaltet, bekamen sie 100 Punkte, haben sie überhaupt Google-Anzeigen genutzt, wurden 50 Punkte vergeben. Wenn sie das Mittel der Google-Anzeige als Unterstützung, um ihre Stellenanzeigen sichtbar zu machen, gar nicht nutzen, gab es 0 Punkte.

                       

  • Betreiben sie effektives SEO?

Es wurde untersucht, inwieweit die online Stellenanzeigen der DAX-Unternehmen für die Suchmaschine optimiert sind. Beispiele: Zeigt die Formatierung der Anzeige eindeutig, was der Titel ist und was der Inhalt ist? Gibt die sogenannte „Meta Description“ alle Informationen, die Google braucht, um die Inhalte finden und bewerten zu können? Ist die Ladezeit der Online-Stellenanzeige optimal? Können die Stellenanzeigen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets gut gelesen werden? Für diese Untersuchung wurde „page insights“ genutzt, die die Kriterien nach einem Punktesystem bewerten. In der Studie wurde wie folgt bewertet: 0 – 35 Punkte von page insights = 0 Punkte in der Studie, 36 – 70 Punkte von page insights = 50 Punkte, mehr als 71 Punkte bei page insights = 100 Punkte.

 

  • Nutzen die DAX-Unternehmen Google for Jobs?

Auf www.schema.org wird genau beschrieben, wie Jobangebote für Suchmaschinen bestmöglich aufbereitet werden sollten, so dass sie dem Nutzer den größten Mehrwert bieten und von Google als relevant befunden werden. Denn nur so bekommen die Stellenanzeigen einen Platz in der Google for Jobs-Box – und je nach Informationsgehalt steigt das Ranking innerhalb der Box. Für jede Nennung der geforderten Information gab es 100 Punkte, bei Nicht-Nennung 0. Im Feld „Location“ wurde unterteilt: nannte man wenigstens die Region oder machte man überhaupt eine Angabe zum Ort, dann gab es 50 Punkte, auch, wenn nicht die vollständige Adresse genannt wurde.

 

Die Erkenntnisse aus dieser Studie erschrecken:

Die Hälfte aller DAX-Unternehmen nutzen überhaupt keine Google-Anzeigen, um sich und ihre offenen Stellen zu präsentieren. Selbst die für die Stellenbesetzung so eingängigen Keyword-Kombinationen wie „Unternehmen + Jobs“ oder „Unternehmen + Stellenangebote“ werden von 27 der 30 DAX-Unternehmen bzw. von 25 der 30 gar nicht beworben. Hier wird viel Potenzial verschenkt, ist doch eine Google-Anzeige viel präziser und zielgerichteter in der Streuung als jedes andere Medium.

 

Auch im Bereich SEO bekleckern sich die DAX-Unternehmen nicht mit Ruhm. Jeder macht ein bisschen SEO, aber dass zum Beispiel ein einzigartiger Inhalt (unique content) wichtig ist, hat bisher noch keins der DAX-Unternehmen umgesetzt, genauso wie eine schnelle Ladezeit der Website mit der Stellenanzeige (hier patzen immerhin noch 12 von 30). Immerhin sind fast alle Websites für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets optimiert. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt, da die mobile Jobsuche in absehbarer Zeit die Desktop-Suche überholen wird.

 

Das Thema Google for Jobs haben 14 der DAX-Unternehmen noch überhaupt nicht für sich entdeckt. Ihre Stellenanzeigen enthalten keine der erforderlichen Informationen (oder zumindest nicht so aufbereitet, dass Google sie finden könnte), so dass Google for Jobs die Relevanz dieser Stellenanzeigen nicht erkennen und sie somit auch nicht in die Google for Jobs-Box aufnehmen kann. Acht der Unternehmen erfüllen immerhin 60% der Kriterien, und genau ein Unternehmen ist sich der Bedeutung bewusst und erfüllt 100% der Anforderungen. Da bei Google for Jobs die Anzahl der gegebenen Informationen darüber bestimmt, ob und wo die Stellenanzeige ausgespielt wird, wird das Thema „Gehaltsangabe“ wieder neu aufgeworfen. In anderen europäischen Ländern ist dies teilweise gesetzlich vorgeschrieben, in Deutschland tun sich die Unternehmen noch schwer. Aber: Drei der 30 DAX-Unternehmen trauen sich und werden mit guten Platzierungen in der Google for Jobs-Box belohnt.

 

Die Studie zeigt auf, dass die Ergebnisse absolut unabhängig von der jeweiligen Branche sind. In jeder Branche gibt es Unternehmen, die sich wenigstens teilweise mit dem Thema Google und Google for Jobs auseinandergesetzt haben und jene, die dieses Medium für ihre Stellenanzeigen noch überhaupt nicht wahrnehmen.

Da davon auszugehen ist, dass der Suchmaschinen-Gigant auch im Bereich Jobsuche mittelfristig marktführend wird, ist das Ergebnis dieser Studie nicht nachvollziehbar.

Die nötigen Anpassungen sind kein Geheimnis und keine Raketenwissenschaft – für die DAX-Unternehmen aber scheinbar schwierig umzusetzen. So wird viel Potenzial verschenkt, wenn es darum geht, sich den potenziellen Bewerbern sichtbar zu machen – und somit die offenen Stellen schneller zu besetzen. 

 

Ein Nachwort: Uns liegen natürlich die detaillierten Daten für jedes der DAX-Unternehmen vor. Falls Sie also in der Personalabteilung eines der DAX-Unternehmen arbeiten sollten und an diesen Daten interessiert sind, dann rufen Sie uns an! Wir geben diese Daten gerne weiter und beraten Sie auch auf Ihrem weiteren Weg, endlich die Mitarbeiter zu finden, die Sie suchen!

Beratungschat

Lassen Sie sich kostenfrei von unseren Experten bequem online im Chat beraten.

Service Telefon

Gerne stehen wir Ihnen am Telefon beratend zur Verfügung. Rufen Sie uns an!

+49 521 448 1399-0

E-Mail an den Support

Unser freundlicher Support beantwortet gerne Ihre Fragen per E-Mail.