Google for Jobs ⭐ Anleitung und Infos

So erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Stellenanzeigen mit Google for Jobs

Das Thema „Fachkräftemangel“ ist seit vielen Jahren in fast allen Branchen angekommen. Es fehlt an Fachleuten mit einer qualifizierten Berufsausbildung, was übermäßig lange Besetzungszeiten und viele offene Arbeitsplätze belegen. Die wenigen Bewerber, die es noch gibt, werden von vielen Unternehmen gesucht. In diesem heiß umworbenen Markt ist es also für Unternehmen wichtig, dass ihre Stellenanzeigen ohne große Streuverluste von den passenden Bewerbern gefunden werden.

Mit Google for Jobs gibt es nun eine neue Plattform, die es geschickt zu bedienen gilt.

Seit Ende Mai 2019 ist Google for Jobs offiziell in Deutschland gestartet. Und damit verändert sich die erste Suchergebnisseite von Google eklatant, denn die Platzierung der Google for Jobs-Box ist sehr prominent: Unter drei bis vier Google Anzeigen, aber über den organischen Suchergebnissen bekommt sie viel Aufmerksamkeit. Je nach verwendetem Gerät (z. B. Smartphone) werden nur noch wenige oder gar keine organischen Suchergebnisse angezeigt, der Platz wurde von Google for Jobs übernommen.
Mit Google for Jobs sollen Jobsuchende und Unternehmen schneller zusammengebracht werden. Anstatt wie gewohnt auf verschiedenen Seiten von Unternehmen oder in Stellenbörsen nach passenden Stellenangeboten zu suchen, reicht nun die Jobsuche über Google: Anhand der eingegebenen Stellenbezeichnung werden alle relevanten Jobangebote in einer blau hervorgehobenen Box übersichtlich dargestellt. Google nutzt dazu die Daten der Stellenausschreibungen, die bereits digital vorliegen, wie etwa auf Seiten von Internet-Jobbörsen oder auf unternehmenseigenen Karriereseiten.
Bedenkt man nun, dass es pro Monat in Deutschland mehr als 70 Millionen Suchanfragen bei Google zum Thema „Jobs“ gibt und dass heute schon fast 75% der Jobsuchenden für ihre Stellensuche Google nutzen (und 85% der Schulabgänger, die einen Ausbildungsplatz suchen), wird klar: Google for Jobs ist eine Plattform für Stellenanzeigen, die man nicht ungenutzt lassen sollte!

Die Sichtbarkeit von Google for Jobs

Direkt nach Einführung wurde Google for Jobs so genannter Sichtbarkeitsmarktführer bei den Jobsuch-Ergebnissen. Laut einer Studie von Sistrix erschien die Google for Jobs-Box in 92,2% aller Fälle auf Platz 1 der organischen Suchergebnisse. 

Quelle: Sistrix

Das lässt die Sichtbarkeit der Wettbewerber natürlich spürbar sinken, was Stepstone z. B. bestätigt. Seit Mai 2019 sei die Anzahl der Anfragen, die Stepstone über Google erhalte, deutlich zurückgegangen. Wie Stepstone sehen sich daher einige Jobportale als Verlierer – andere hingegen (Monster, XING, Linkedin) kooperieren mit Google for Jobs, so dass ihre Stellenanzeigen wenigstens in die Google for Jobs-Box aufgenommen werden. 

So sieht der optimale Auftritt Ihrer Stellenanzeige bei Google aus

Bei Google haben Sie drei Möglichkeiten, Ihre Stellenanzeige zu platzieren:

1. Als Google Anzeige (optimal: auf der ersten Suchergebnisseite, ganz oben)

2. In der Google for Jobs-Box (blau)

3. In den organischen Ergebnissen auf der ersten Seite

Im Optimalfall kombinieren Sie alle drei Möglichkeiten miteinander, um für die größtmögliche Sichtbarkeit Ihrer Stellenanzeige zu sorgen. 

Das sieht dann so aus:

Wie die Vergangenheit zeigt (Beispiel Hotelsuche über Google), gewöhnen sich die Nutzer recht schnell an eine neue Darstellung von Suchergebnissen, wenn sie dadurch einen Mehrwert erhalten. Und das ist bei Google for Jobs der Fall. 

Doch was ist Google for Jobs eigentlich – oder was ist es nicht?

Google for Jobs ist keine Jobbörse im klassischen Sinn. Die Möglichkeit, seine Stellenanzeige dort zu buchen und sich damit einen Platz in der Google for Jobs-Box zu sichern gibt es nicht. Es ist vielmehr eine neue Art der online Jobsuche, eine erweiterte Google Suche. 
Gibt der Jobsuchende sein Gesuch bei Google ein, z. B. „Job Industriekaufmann Köln“, dann durchsucht Google alle im Netz vorhandenen Stellenanzeigen und präsentiert sie dem Nutzer in der Google for Jobs-Box. Das ist für den Jobsuchenden sehr angenehm, erspart es ihm doch die aufwändige Suche in den verschiedenen Jobbörsen und unternehmenseigenen Karriereseiten: Google übernimmt diese Suche für ihn. Ausgestattet mit vielen Filtermöglichkeiten (Kilometerradius, Veröffentlichungs-Datum, Art des Jobs und weitere sinnvolle Faktoren) werden dem Jobsuchenden alle verfügbaren Jobs wie auf einem silbernen Tablett präsentiert. Auch die Bewerbung kann direkt erfolgen. Den Umweg über mehrere Jobbörsen werden dann nur noch wenige gehen.

Die Aufgabe der Personalabteilungen, um Stellenanzeigen bei Google for Jobs anzuzeigen

Wie oben beschrieben, reagiert Google for Jobs auf die Job-Suchanfrage der Nutzer, in dem es das Netz nach Stellenausschreibungen durchsucht, die zur Anfrage passen. Dafür werden so genannte Crawler oder Such-Bots (Computerprogramme, die automatisch das Internet durchsuchen, analysieren und gegebenenfalls nach bestimmten Kriterien sortieren) über alle digital vorliegenden Stellenausschreibungen von Jobbörsen, unternehmenseigenen Karriereseiten o. ä. geschickt. Die relevanten Informationen werden aus den Anzeigen extrahiert und in der Google for Jobs-Box wiedergegeben. Dazu muss Google allerdings erkennen können, welche Informationen die Webseite mit den Stellenanzeigen enthält. Festgelegte Standards helfen dabei. Die Aufgabe der Personalabteilungen ist es also, die eigenen Stellenanzeigen mit Hilfe dieser Standards so aufzubereiten, dass Google sie finden und lesen kann. 

8 Tipps, um eine gute Platzierung Ihrer Stellenanzeige in der Google for Jobs-Box zu ergattern

1. Setzen Sie sich mit dem Thema „Strukturierte Daten“ auseinander

Schon vor Jahren hat Google mit anderen Global Playern die Seite https://schema.org/JobPosting ins Leben gerufen. Hier wird die Aufbereitung der Stellenanzeigen für Suchmaschinen dargestellt. Ziel ist, dass die Suchmaschinen alle wichtigen Informationen erhalten können, um die Seite dann für relevant zu befinden. 

Ob die eigene Website alle erforderlichen Elemente enthält, kann über einen Google Service getestet werden: https://search.google.com/structured-data/testing-tool/

2. Ihre URLs müssen „sprechen“

Die URL (= die Webadresse) Ihrer Webseite mit der Stellenanzeige muss „sprechend“ sein, sie muss entsprechende Keywords oder den Jobtitel enthalten.

https://firma1234.de/jobs/mechatroniker-mwd 
X https://firma1234.de/jobs/index425802

Auch braucht jede ausgeschriebene Stelle eine eigene, individuelle URL. Wenn Sie z. B. gerade zwei neue Mitarbeiter suchen (einen Industriekaufmann und einen Mechatroniker), dann brauchen Sie zwei URLs: 

https://firma1234.de/jobs/industriekaufmann-mwd
https://firma1234.de/jobs/mechatroniker-mwd

Bei der Gestaltung einer Webseite mit veralteten Technologien kann das untergehen. Ohne diese eigenen URLs können die Stellenanzeigen aber nicht so gut von Google gefunden werden.

3. Machen Sie die Hierarchie-Ebenen in der URL nicht komplizierter, als nötig

Web-Adressen wie diese:

https://firma1234.de/jobs/jobs-de/jobs 2010/jobs-kaufmännisch/industriekaufmann-wmd 

entstehen meistens durch eine tief gegliederte Seitenstruktur. Je mehr Hierarchie-Ebenen eine Webseite allerdings hat, desto schwieriger sind die unteren Ebenen von den schon oben erwähnten Crawlern zu erreichen. Je mehr Klicks man braucht, um auf die unteren Seiten zu gelangen, desto schwieriger werden sie also von Google gefunden. 
Mit einer entsprechenden Gestaltung der Navigation oder durch themenverwandte Querver-linkungen kann hier Abhilfe geschaffen werden. Auch eine umfassende XML-Sitemap inkl. aller wichtigen URLs hilft den Crawlern, sich zu orientieren. 

4. Klare Gliederung von Titel, Überschriften und Text

Google muss die Struktur der Webseite mit Ihrer Stellenanzeige und die Relevanz für den Internet-Nutzer beurteilen können. Dafür müssen der Titel der Seite sowie die diversen Zwischen-Überschriften und der Text klar von einander abgegrenzt werden. Dies geschieht mit diversen Tags (h1, h2, etc.), die im Content Management System bzw. im Quelltext der Website zu berücksichtigen sind. 

5. Nutzen Sie relevante Keywords

Man kennt es aus dem Bereich SEO (Suchmaschinenoptimierung): Will man aufgrund gewisser Keywords in der Suchanfrage gefunden werden, dann muss man diese Keywords auf der entsprechenden Seite auch anbieten. 
Genauso ist es bei der Optimierung der Stellenanzeigen für Google for Jobs. Sucht man einen Marketing-Manager und möchte daher mit dieser Stellenanzeige in der Google for Jobs-Box ganz oben angezeigt werden, so muss man das Keyword „Marketing-Manager“ in der Stellenanzeige verwenden. Auch der Page-Title (also der Seitentitel) muss das Haupt-Keyword enthalten, und zwar möglichst weit vorne. Ein Beispiel: 

„Marketing-Manager in Bielefeld gesucht – Firma123 GmbH“

6. Informationen, Informationen, Informationen!

Grundsätzlich kann man sagen: Je mehr Informationen Google über die ausgeschriebene Stelle erhält, desto eher wird sie in der Google for Jobs-Box erscheinen. Hierbei wird zwischen erforderlichen und empfohlenen Informationen unterschieden.

Erforderliche Informationen:

  • Unternehmen mit Adresse und Logo
  • Stellentitel / Berufsbezeichnung
  • Stellenbeschreibung (eine vollständige Beschreibung der Stelle, inklusive Aufgaben sowie erwartete Qualifikationen und Fähigkeiten)
  • Standort (die Adresse des Standorts, an dem der Mitarbeiter arbeiten wird)
  • Veröffentlichungsdatum (das Datum, an dem die Stellenanzeige gepostet wurde)
  • Bewerbungsfrist (das Datum, an dem die Stellenausschreibung ausläuft)

Empfohlene Informationen:

  • Gehaltsangabe (in Ländern wie Österreich ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben)
  • Art der Stelle (Teilzeit, Vollzeit, Ausbildung, Praktikum, befristet, unbefristet, etc.)
  • Homeoffice möglich?

Die Menge der gelieferten Informationen wird auch über die Reihenfolge entscheiden, in der die Stellenanzeigen in der Google for Jobs-Box angezeigt werden.

7. Nutzen Sie die „Indexing API“ 

Der Crawler durchsucht das Internet in einem gewissen Rhythmus. Wenn Sie aber aktuell eine neue Stellenanzeige ins Internet gebracht haben, dann sollten Sie mit der Indexing API Google darüber informieren. So kann Google die Seiten nämlich direkt noch einmal „crawlen“, so dass der Inhalt der Suchergebnisse auf dem neuesten Stand ist.

8. Entfernen Sie Stellenanzeigen, wenn sie nicht mehr benötigt werden

Wenn Stellenanzeigen nicht mehr benötigt werden, etwa weil der gesuchte Mitarbeiter gefunden wurde, müssen sie entfernt werden. Google bestraft veraltete und nicht mehr relevante Informationen mit einer schlechten Platzierung.

Es gibt drei Möglichkeiten, um Stellenanzeigen in Google zu entfernen:

– Geben Sie für die Property „validThrough“ einen Wert an, der in der Vergangenheit liegt.
– Entfernen Sie die Seite auf Ihrer Website vollständig, sodass beim Aufrufen der Statuscode 404 oder 410 ausgegeben wird.
– Entfernen Sie die strukturierten Job Posting-Daten, also den schema.org-Code, von der Seite.

Fazit: Ist Google for Jobs also der Allheilsbringer?

Wenn Sie die Anforderungen von Google an die Darstellung von Jobangeboten und das ABC der Suchmaschinenoptimierung berücksichtigen, dann hat Ihre Stellenanzeige gute Chancen, einen Platz in der Google for Jobs-Box zu bekommen. Sie erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass sie von Jobsuchenden gefunden wird, um ein Vielfaches – und das im Moment sogar noch kostenlos. Die meisten Besucher auf den Webseiten (Stellenanzeigen) erhält man allerdings mit Google Anzeigen. Darüber hinaus ist man mit Google Anzeigen sofort auf den Suchergebnisseiten zu sehen. Wenn es also schnell gehen muss und viele Bewerbungen erzielt werden sollen, dann führt kein Weg an Google Anzeigen vorbei.

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