Unique Employer Proposition l Definition & Beispiele

Unique Employer Proposition

Unique Employer Proposition Definition 

Die Unique Employer Proposition, kurz auch UEP genannt, beschreibt im Rahmen des Employer Branding ein Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens. Entsprechendes Merkmal soll die zentralste Eigenschaft eines Unternehmens darstellen, die es von Konkurrenten unterscheidet. Die UEP zählt neben dem Cultural Fit, dem Employer Brand Positioning Statement und dem Employer Branding Claim zu den wichtigsten Instrumenten des Arbeitgebermarketings

Von maßgeblicher Bedeutung ist sie deshalb, da aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels und dem daraus resultierenden War for Talents die individuelle Positionierung von Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt immer zentraler wird. Je größer die Einzigartigkeit der arbeitsgebenden Instanz dabei ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, die Aufmerksamkeit qualifizierter Fachkräfte zu gewinnen. 

Unique Employer Proposition vs Employer Value Proposition

Die Unique Employer Proposition und die Employer Value Proposition beschreiben grundsätzlich zwei sehr ähnliche Eigenschaften. Trotzdem weisen die beiden Begriffe Unterschiede auf. So kann die UEP beispielsweise nur sehr schlecht mit der von anderen Unternehmen verglichen werden, wohingegen ein Vergleich zweier EVP durchaus möglich ist. Zurückgeführt werden kann dies darauf, dass es sich bei der Employer Value Proposition um einen messbaren Wert handelt, wohingegen die Unique Employer Proposition ein qualitatives Statement beschreibt.
Ein weiterer Unterschied ist, dass sich die EVP immer auf eine bestimmte Zielgruppe, in der Regel (arbeitssuchende) Fachkräfte bezieht, wohingegen die UEP sämtliche Unternehmensbereiche überschaut. Hier muss das Alleinstellungsmerkmal nicht zwangsläufig die Attraktivität des Unternehmens kommunizieren. 

Unique Employer Proposition Ermittlung 

Die Ermittlung der Unique Employer Proposition basiert in erster Linie auf der Analyse anderer Unternehmen und dem darauf basierenden Vergleich mit dem eigenen Unternehmen. Ergebnis entsprechenden Vergleichs sollte im Idealfall ein Alleinstellungsmerkmal sein, das das Unternehmen tatsächlich deutlich von anderen abhebt. Ist dies nicht der Fall, weil die UEP beispielsweise zu allgemein formuliert ist, besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Unternehmen, wodurch das Ziel der Definition eines Alleinstellungsmerkmals verfehlt worden wäre. Um die Wahrscheinlichkeit, ein tatsächlich individuelles Merkmal zu finden, zu erhöhen, setzt sich die Unique Employer Proposition in der Regel aus der Summe der bestimmenden Merkmale zusammen. Dazu zählen insbesondere Benefits im Leistungsspektrum, wie beispielsweise eine besondere Qualität der Produkte und Dienstleistungen, konkrete Karrierechancen oder individualisierte Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus fließen auch Aspekte der Unternehmensethik, wie zum Beispiel Umweltschutz, Nachhaltigkeit oder soziales Engagement in die Unique Employer Proposition mit ein. 

Unique Employer Proposition Beispiele

  • Vergütung, die (deutlich) über dem Marktdurchschnitt liegt
  • Positive Arbeitsumgebung, inkludiert zum Beispiel sehr gut ausgestattete Arbeitsplätze, das Angebot von Getränken und Obst und ein gewissen Grad an Flexibilität besonders im Hinblick auf die Work-Life-Balance
  • Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten für die Mitarbeiter*innen, inklusive individueller Personalentwicklungspläne und angepasster Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • Maßnahmen, die zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit beitragen, beispielsweise Schulungen zu unterschiedlichen Themen aber auch das Anbieten von Sportkursen etc.