Schlüsselqualifikationen l Definition & Bedeutung l Beispiele

Schlüsselqualifikationen

Schlüsselqualifikationen Definition 

Als Schlüsselqualifikationen, auch „Schlüsselfähigkeiten“ genannt, werden im Personalwesen Qualifikationen bezeichnet, die berufs- und funktionsübergreifend einsetzbar sind. Das heißt, es handelt sich dabei in erster Linie um die Fähigkeit zur Adaption von Fach- und Sozialkompetenzen, die eine Eignung für andere berufliche Positionen begünstigen. Sie sind also konkret dafür verantwortlich, wie sich Mitarbeiter*innen zwischenmenschlich verhalten, wie sie Wissen erlernen und einsetzen und wie sie sich äußeren Umständen anpassen können. Das Fachwissen stellt dabei im Gegensatz zu den sogenannten Soft Skills keine Schlüsselqualifikation dar. 

Schlüsselqualifikationen Bedeutung 

Schlüsselqualifikationen erhalten ihre Bedeutung in erster Linie aus den sich wandelnden Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Daraus ergibt sich, dass das Aufweisen zahlreicher Qualifikationen aus vielfältigen Bereichen die Karrierechancen einer Person stark erhöhen kann, da diese ihr vielfältige berufliche Einsatzmöglichkeiten garantieren, also ihre „Employability“ erhöhen. Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sowie des demographischen Wandels ist es für Unternehmen von zentraler Bedeutung, Arbeitskräfte mit einer Vielzahl von Schlüsselqualifikationen anzuwerben sowie langfristig an das Unternehmen zu binden, um sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen auf dem Markt zu sichern.

Schlüsselqualifikationen Gliederung

Die wichtigsten Schlüsselqualifikationen lassen sich in fünf Kompetenzfeldern zusammenfassen: 

  1. Soziale Kompetenz

Soziale Kompetenz ist ein Ausdruck, der zahlreiche Verhaltensweisen und Eigenschaften umfasst, die den Umgang mit anderen Menschen beeinflussen und vereinfachen. Die soziale Kompetenz als solches ist kaum messbar und hauptsächlich in der direkten Interaktion wahrnehmbar, weshalb sie Teil der Soft Skills einer Person ist. Oft wird sie synonym mit den Begriffen „Soziale Intelligenz“ und „Empathie“ verwendet. 

  1. Methodenkompetenz

Die Methodenkompetenz ermöglicht einer Arbeitskraft, Methoden und Vorgehensweisen in verschiedenen Arbeitskontexten systematisch anwenden zu können, unabhängig vom Inhalt entsprechender Tätigkeit.

  • Abstraktes Denken 
  • Analysefähigkeit 
  • Kreativität 
  • Rhetorik 
  • Lern- & Arbeitstechniken
  1. Individualkompetenz

Als Individualkompetenz wird die Fähigkeit der Selbstreflexion bezeichnet. Es geht also um die individuellen Werte und Einstellungen, die ein Mensch im Arbeits- und Sozialleben zeigt. 

  1. Handlungskompetenz

Als Handlungskompetenz wird die Fähigkeit bezeichnet, situationsabhängig korrekt zu handeln. Entsprechende Handlungsfähigkeit wird durch das kognitive Vermögen zur Selbstreflexion bestimmt.  

  1. Medienkompetenz 

Als Medienkompetenz wird der systematische und reflektierte Umgang mit verschiedenen sowohl digitalen als auch analogen Medien bezeichnet. 

Schlüsselqualifikationen Beispiele 

  • Belastbarkeit 
  • Durchsetzungsvermögen
  • Ehrgeiz
  • Eigeninitiative 
  • Empathie 
  • Engagement
  • Flexibilität
  • Kooperationsfähigkeit
  • Kreativität 
  • Kritikfähigkeit 
  • Leistungsbereitschaft
  • Lernbereitschaft
  • Mobilität
  • Offenheit 
  • Problemlösungskompetenz 
  • Respekt 
  • Sorgfalt
  • Teamfähigkeit
  • Toleranz
  • Verantwortungsbewusstsein 
  • Zielstrebigkeit 
  • Zeitmanagement
  • Zuverlässigkeit