Mobile Recruiting l Definition l Vor- und Nachteile

Mobile Recruiting

Mobile Recruiting Definition

Mobile Recruiting beschreibt eine Methode des e-Recruitings, bei der die Personalbeschaffung über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets erfolgt. Das heißt, der vollständige Bewerbungsprozess, von Recherche über das Unternehmen von Seiten der sich bewerbenden Person bis hin zur eigentlichen Bewerbung selbst, erfolgt mittels mobiler Endgeräte. 

Durch die zunehmende Digitalisierung hat der Einsatz moderner Technologien auch im Recruiting an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass heute bereits mehr als die Hälfte aller Bewerberinnen und Bewerber ihr Smartphone für die Jobsuche einsetzt. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass etwa 50% aller Unternehmen keine mobil optimierte Web- oder Karriereseite aufweisen können, wodurch zahlreiche, insbesondere junge, qualifizierte Nutzer*innen die entsprechende nicht optimierte Website verlassen und das Interesse am Unternehmen verlieren. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: persomatch kann hier Abhilfe schaffen!

Mobile Recruiting beinhaltet dabei nicht nur die Anpassung der Unternehmenswebseite, sondern die gesamte, im Bewerbungsprozess über tragbare Endgeräte, stattfindende Kommunikation zwischen Bewerber*in und Unternehmen. Darüber hinaus findet es oft in Kombination mit einer konventionellen Stellenanzeige statt, indem beispielsweise auf die Methode des Mobile Taggings zurückgegriffen wird, bei der ein QR-Code, der unter anderem auf die Karriereseite des Unternehmens führt, in die Stellenanzeige integriert wird.

Mobile Recruiting Gründe und Vorteile

Mobile Recruiting ist deshalb sinnvoll, da es dem Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil einbringen kann. Unternehmen, die keine mobil optimierte Internetseite haben, verlieren aufgrund ihrer Unangepasstheit zahlreiche Kundinnen und Kunden sowie Bewerberinnen und Bewerber, wohingegen angepasste Unternehmen einen größeren Bewerberkreis erreichen und darüber hinaus durch die vereinfachten und schnell durchführbaren Bewerbungsprozesse ein überdurchschnittlich hohes Bewerberaufkommen vorweisen können. 

Darüber hinaus steigert das Mobile Recruiting die Arbeitgeberattraktivität, indem ein Unternehmen moderner und zukunftsorientierter wirkt als andere Unternehmen. Durch entsprechende Modernität in Kombination mit der Vereinfachung des Bewerbungsprozesses kann es zu mehr positiven Unternehmensbewertungen im Internet kommen. 

Ein weiterer Vorteil des Mobile Recruitings ist, dass durch die Nutzung von e-Recruiting Methoden oftmals langfristig Kosten eingespart werden können. 

Mobile Recruiting Herausforderungen und Nachteile

Damit Mobile Recruiting effektiv angewandt werden kann, muss die unternehmenseigene Internetseite mobil optimiert und mit mobil nutzbaren Dokumenten und Formularen ausgestattet werden. Eine solche technische Umstellung ist zwangsläufig mit Kosten, Aufwand und Fachwissen verbunden.

Außerdem ist für den Erfolg der Umstellung entscheidend, dass die mobile Seite intuitiv zu verwenden und die Bewerbung nicht zu kompliziert ist. Zu vermeiden sind  Zugriff- und Darstellungsprobleme als auch überdurchschnittlich lange Ladezeiten. 

Mobile Recruiting Maßnahmen & Instrumente

  • Mobil optimierte Karriereseite & mobile Tagging
    • Voraussetzung für Mobile Recruiting ist das Erstellen einer mobil optimierten Karriereseite. Das bedeutet, sämtliche Stellenanzeigen sind mobil abrufbar und es besteht die Möglichkeit der direkten Bewerbung mittels eines tragbaren Endgeräts. Darüber hinaus kommt die Methode des Mobile Taggings zum Einsatz, wodurch analoge sowie mobile Personalfindungsmaßnahmen miteinander kombiniert werden. 
  • Jobbörsen & Netzwerke
    • Unternehmensprofile sowie Stellenanzeigen in online Jobbörsen sind maßgeblich, da viele qualifizierte Bewerber*innen entsprechende Plattformen nutzen. Die unkomplizierte mobile Erstellung sowie Verwaltung der Bewerbungsunterlagen sind für Jobsuchende eben sehr attraktiv. Dementsprechend kann ein solcher online Auftritt nicht nur Reichweite, sondern auch Bewerberaufkommen erhöhen.
  • Social Media Recruiting
    • Da soziale Netzwerke besonders für die Generation Z das hauptsächliche Kommunikations- und Informationsmedium darstellen, ist auch hier ein repräsentatives Unternehmensprofil maßgeblich. Shares und Likes erhöhen dabei nicht nur den Bekanntheitsgrad des Unternehmens, sondern können außerdem veröffentlichte Stellenanzeigen schneller verbreiten und dadurch das Bewerberaufkommen erhöhen. Darüber hinaus kann hier eine breitere Zielgruppe erreicht werden, da die Empfänger*innen nicht regional begrenzt sind. 
  • Apps
    • Die Entwicklung einer eigenen App oder eines eigenen Mobile Recruiting Systems bietet sich besonders für Großunternehmen an, in denen es permanent neue Vakanzen gibt, über die entsprechende Nutzer*innen informiert werden sollen. 
  • Videos
    • Videos, die entweder Unternehmensphilosophie oder Unternehmenswerte thematisieren, können einfach über soziale Netzwerke und Videoportale wie beispielsweise YouTube veröffentlicht und verbreitet werden, wodurch der Bekanntheitsgrad des Unternehmens deutlich erhöht werden kann. Solche kurzen Werbevideos können sehr einfach mit Mobile Tagging kombiniert werden, wodurch ein direkter Bezug zur Karriereseite des Unternehmens und dementsprechend zu besetzenden Stellen hergestellt werden kann.
  • Newsletter
    • Ein Newsletter, der beispielsweise per Mail, SMS oder einem anderen Messenger wie WhatsApp versendet wird, kann unkompliziert mit einem tragbaren Endgerät empfangen und abgerufen werden. Über ein solches Medium können Echtzeitinformationen bezüglich Unternehmen sowie freier Stellen einfach und zeitnah verbreitet werden. 

Mobile Recruiting Tipps

Damit Mobile Recruiting erfolgreich verläuft, ist eine schnelle und unkomplizierte Bedienung der mobilen Website maßgeblich. Hinzu kommt, dass bei entsprechender Website Fehler wie allzu komplizierte Dokumentuploads oder schlechte Lesbarkeiten vermieden werden müssen. Außerdem sollte das Informationsangebot auf der mobilen Website auf die wichtigsten Informationen beschränkt sein, da die Nutzer*innen entsprechender Seiten sich oftmals in verschiedenen alltäglichen Situationen, wie beispielsweise im Bus befinden. Es sollten also vor allem grundlegende Informationen übermittelt werden, die zu einer späteren detaillierten Recherche anregen. 

Darüber hinaus ist es wichtig, dass eine zeitnahe Reaktion auf eingegangene Bewerbungen erfolgt. Dies kann im ersten Schritt beispielsweise im Rahmen einer automatisierten Eingangsbestätigung per E-Mail der Fall sein.