Managerrollen nach Mintzberg l Definition

Managerrollen nach Mintzberg

Der kanadische Professor für Betriebswirtschaftslehre und Management Henry Mintzberg entwickelte anhand einer empirischen Studie zehn Managementrollen, die er wiederum in drei Kategorien unterteilte.

Die 10 Managerrollen nach H. Mintzberg

Interpersonale Rollen

  1. Repräsentant*in („figurehead“)

Die Managerin oder der Manager vertritt das Unternehmen sowohl intern als auch extern. Dadurch wird die Managerrolle zu einer Symbolfigur.

  1. Führer*in („leader“)

Die Managerin oder der Manager fungiert nicht nur als Ansprechpartner*in und Ratgeber*in, sondern übernimmt darüber hinaus den Ausbau sowie die Pflege von unternehmensinternen und -externen Kontakten.

  1. Koordinator*in („liaison“)

Auswahl, Ausbildung und Anleitung neuer Arbeitskräfte fallen oftmals in den Tätigkeitsbereich des Managements. Darüber hinaus ist es Aufgabe, Mitarbeiterbeurteilungen vorzunehmen und die Mitarbeitermotivation zu erhöhen. 

Informationsrollen

  1. Informationssammler*in („monitor“)

Die Managerin oder der Manager ist für das Sammeln von Informationen verschiedener Unternehmensbereiche verantwortlich. Dazu zählt auch die systematische Auswertung beispielsweise in Form von Clustern oder Grafiken. 

  1. Informationsverteiler („disseminator“)

Hier geht es vor allem um das Weiterleiten von Informationen an die wichtigsten Empfänger*innen, wie beispielsweise Führungskräfte und Mitarbeiter*innen. Dabei werden die sachlichen Informationen durch die Unternehmenswerte geprägt. 

  1. Informant externer Gruppen („spokesperson“)

Die Managerin oder der Manager nimmt eine externe Positionierung des Unternehmens vor, indem er für Transparenz zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit sorgt. 

Entscheidungsrollen

  1. Unternehmer*in („entrepreneur“)

Unternehmerische Aufgaben sind vor allem die strategische Unternehmensplanung sowie das sogenannte Change Management.

  1. Krisenmanager*in („disturbance handler“)

Tätigkeit der Managerin oder des Managers ist hier vor allem das Konfliktmanagement sowie der Umgang mit unerwarteten Veränderungen das Unternehmen betreffend. Das heißt, es geht vor allem um das Finden von adäquaten Lösungsansätzen für auftretende Probleme und Konflikte.

  1. Ressourcenzuteiler*in („resource allocater“)

Die Managerin oder der Manager ist für die Einteilung von Aufgaben, Arbeitszeit sowie Finanzen verantwortlich. 

  1. Verhandlungsführer*in („negotiator“)

Die Entscheidungsgewalt sowie Entscheidungsverantwortung liegt in vielen Fällen beim Management. Oftmals ist dieses das Kriterium für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens.