Führungsansätze l Definition und Modelle

Führungsansätze

Bei den sogenannten „Führungsansätzen“ handelt es sich um ganzheitliche Aussagesysteme, in denen maßgebliche Ergebnisse der Mitarbeiter- und Führungsforschung zusammengefasst werden. Es handelt sich bei ihnen um wichtige Grundlagen der Führungslehre. 

Führungsansätze Modelle

Aus der Führungsforschung ergeben sich verschiedene grundlegende Führungsansätze: 

  1. Eigenschaftsansatz 

Grundlage des Eigenschaftenansatzes ist die Annahme, dass der Führungserfolg von den Eigenschaften der jeweiligen Führungskraft abhängig ist. Fachliche Kompetenzen, das Auftreten, die Intelligenz oder die Sicherheit entsprechender Person machen also einen maßgeblichen Bestandteil der Führung und damit des Unternehmenserfolgs aus. 

  1. Verhaltensansatz

Im Kontext des Verhaltensansatzes wird in erster Linie das Verhalten der Führungskraft, also der tatsächliche Führungsstil, untersucht. In besonderem Maße sind hier folgende Führungsstile von Bedeutung: 

  • Klassischer Führungsstil
  • Tradierender Führungsstil 
  • Richtungsbezogener Führungsstil 
  • Gruppenorientierter Führungsstil 
  • Dimensionaler Führungsstil 
  1. Situationsansatz

Der Situationsansatz geht davon aus, dass Führungsverhalten und Führungsstil vollkommen situationsabhängig sind. Hier wird außerdem davon ausgegangen, dass die jeweilige Situation maßgeblich von der (hierarchischen) Beziehung, die zwischen führender und geführter Person herrscht, von der konkreten Arbeitsstruktur sowie der Positionsmacht der Führungskraft geprägt wird. 

  1. Interaktionsansatz 

Der sogenannte Interaktionsansatz setzt sich in erster Linie mit der Wechselwirkung verschiedener Faktoren, aus denen sich die Beziehung der Führungskräfte zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergibt, auseinander. 

  1. Transformationale Führung 

Bei der transformationalen Führung handelt es sich um einen Führungsstil, der maßgeblich auf den amerikanischen Wirtschaftspsychologen Bernard Morris Bass sowie zuvor bereits auf James McGregor Burns zurückgeht. 

Grundgedanke der transformationalen Führung ist es, die Mitglieder einer Organisation intrinsisch zu motivieren, indem sie ihre Führungskräfte als Vorbilder wahrnehmen, die nicht nur motivieren, sondern darüber hinaus intellektuell anregen und individuelle Unterstützung bieten. 

Voraussetzungen, um durch eine entsprechende Führung Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Motivation zu fördern, sind in erster Linie eine offene und ehrliche Kommunikation sowie eine stabile Vertrauensbasis. 

  1. Systemorientierter Führungsansatz 

Bei der Untersuchung des systemorientierten Führungsansatzes werden weitergehend zwei Typen voneinander differenziert: 

  1. Personaler Führungsansatz: Der personale Führungsansatz gibt an, dass einer Führungskraft verschiedene Führungsinstrumente zur Verfügung stehen, mittels derer sie das Verhalten der Arbeitskräfte beeinflussen kann, wodurch sie einen direkten Einfluss auf den Führungserfolg nimmt. 
  2. Systemischer Führungsansatz: Im Rahmen des systemischen Führungsansatzes wird das Zusammenspiel eines gesamten Systems untersucht. Teil entsprechenden Systems sind neben der Führungskraft sämtliche Arbeitskräfte, Lieferantinnen und Lieferanten sowie Kundinnen und Kunden.