Demografiemanagement | Definition, Maßnahmen und Instrumente

Demographiemanagement 

Demographiemanagement Definition

Das Demographiemanagement entstammt dem Kontext des demographischen Wandels und beschreibt den Umgang mit den Auswirkungen und Folgen des selbigen. 

Im Rahmen des demographischen Wandels werden vier hauptsächliche Elemente der Bevölkerungsentwicklung betrachtet und untersucht. Diese Elemente sind:

  • Altersstruktur und Lebenserwartung
  • Entwicklung der Geburten- und Sterberate
  • Migration (= Wanderungssaldo)
  • Quantitatives Verhältnis der Geschlechter

Entwicklungen in diesen Bereichen haben wirtschaftliche Auswirkungen auf Arbeits-, Absatz- und Gesundheitsmarkt 

In Deutschland wird der Begriff “demographischer Wandel” oft genutzt, um das Überschreiten der Sterberate gegenüber der Geburtenrate seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu beschreiben. Das Vorbeugen eines daraus resultierenden Fachkräftemangels innerhalb eines Unternehmens sowie einer überalternden Unternehmensbesetzung ist Gegenstand des Demographiemanagements.

Demographiemanagement Handlungsfelder

  1. Ermittlung der unternehmensinternen Handlungsfelder durch Ermittlung des Status quo eines Unternehmens. Oft dient hier eine Altersstrukturanalyse als Basis.
  2. Treffen von Hypothesen bezüglich zukünftiger Entwicklungen, dabei Berücksichtigung künftiger Mitarbeiterzugänge, Übernahme von Auszubildenden sowie anstehender Austritte aufgrund von Kündigungen und Renteneintritten.

Auf Basis dieser Untersuchungen können dann konkrete Ziele sowie Maßnahmen entwickelt werden.

Demographiemanagement Maßnahmen & Instrumente

Wissenstransfer
Damit einem Unternehmen auch dann kein Wissen verloren geht, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, ist ein Wissensmanagement sehr sinnvoll. Für einen in diesem Rahmen stattfindenden Know-How Transfer können verschiedene Maßnahmen getroffen und Instrumente gewählt werden. 

Arbeitsplatzgestaltung & Gesundheitsmanagement
Die ergonomische Ausstattung der Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeiten, das Anbieten von Altersteilzeit sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Work-Life-Balance oder der Mitarbeitergesundheit können zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters führen.

Recruiting
Die gezielte Entwicklung sowie Einbeziehung neuer Recruitingkanäle wie beispielsweise Social Media Recruiting oder Hochschulmarketing kann dabei helfen, qualifizierte Nachwuchskräfte anzuwerben.

Talentmanagement
Hierbei geht es darum, Schlüsselpositionen zu identifizieren. Wenn ein Ausscheiden der bisherigen Besetzung abzusehen ist, können  jene Stellen so frühzeitig unternehmensintern mit qualifizierten Nachfolgern besetzt werden.

Mitarbeiterbindung
Durch das Angebot von beruflichen Perspektiven und Karrierechancen können Arbeitnehmer langfristig an ein Unternehmen gebunden werden, wodurch die Fluktuationsrate gesenkt wird.