Cost per Hire l Definition, Formel und Beispiele

Cost per Hire

Cost per Hire Definition

Cost per Hire („CPH“) beschreibt jegliche Kosten, die während einer Stellenbesetzung sowohl im Marketing als auch in Form von Personalkosten in einem Unternehmen anfallen. Mittels einer solchen Analyse kann das Verhältnis von finanziellem Aufwand sowie der zu besetzenden Stelle untersucht werden, wodurch die Effizienz der Personalbeschaffung messbar wird. Dies kann langfristig als Grundlage für eine finanzielle Optimierung der Recruiting-Prozesse genutzt werden. Erfolgt dieentsprechende Berechnung standardisiert, wird ein Vergleich zwischen einzelnen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens oder zwischen verschiedenen Unternehmen selbst möglich. Um eine solche Vergleichbarkeit zu ermöglichen, schlägt die „Society for Human Resource Management“ (SHRM) folgende Formel zur Berechnung vor:

Cost per Hire Formel

(interne Kosten+externe Kosten)/Anzahl der zu besetzenden Stellen in einem Zeitraum

Cost per Hire Einzelkostenstellen

Externe Kosten

  • Kommunikation offener Stellen 
    • Hier geht es in erster Linie um die Kosten, die bei einer Stellenausschreibung anfallen. Darüber hinaus können Unternehmen auch kostenpflichtige Lizenzen erwerben, die ihnen die Möglichkeit geben, auf bestehende (Lebenslauf-)Datenbanken zuzugreifen. 
  • Personalmarketing
    • Diese Kosten beinhalten sämtliche Kosten innerhalb des Personalmarketings, die der Personalgewinnung dienen. Das können Kosten sein, die zum Beispiel beim Employer Branding oder Employee Branding anfallen. 
  • Auswahlverfahren
    • Die hier anfallende Kosten sind die für Assessment Center oder (online) Auswahltests. Darüber hinaus können im Rahmen der Auswahlverfahren auch Kosten für externe Personaldienstleister*innen entstehen. 
  • Reisekosten
    • Hier sind mögliche Reisekosten, die sowohl bei den Kandidatinnen und Kandidaten als auch bei den Recruitern anfallen, inkludiert. 
  • IT-Infrastruktur
    • Die Kosten für die IT-Infrastruktur beinhalten jegliche Kosten, die für IT-Systeme, die im Rahmen des Recruitings eingesetzt werden, anfallen. Dies können zum Beispiel Bewerbermanagementsysteme sein. 

Interne Kosten

  • Personalkosten
  • Hierbei handelt es sich um Kosten für die Mitarbeiter*innen, die direkt oder indirekt in die Personalgewinnung einbezogen werden.
  • Assoziierte Kosten
  • Die Kosten, die in diesen Bereich fallen, sind sämtliche Kosten aus anderen Firmenbereichen, die mit der Personalgewinnung assoziiert werden. Das können unter anderem Kosten aus den Bereichen Controlling oder Datenschutzprüfung sein.

Reduzierung der Cost per Hire

Wenn das Ziel verfolgt wird, die Cost per Hire zu reduzieren, dann muss dabei unbedingt beachtet werden, dass die Qualität des Recruitings unter keinen Umständen abnimmt. Darüber hinaus ist es wichtig, dass regelmäßig weitere Messkontrollen durchgeführt werden, um Veränderungen zeitnah zu identifizieren.

Für die aktive Reduzierung der Cost per Hire gibt es verschiedene Ansatzpunkte:

  • Besetzung mehrerer Stellen innerhalb eines Recruiting Prozesses
  • Optimierung der Effektivität der Recruiting Methoden
  • Primäre Nutzung digitaler Medien
  • Verstärkte Nutzung von Social Media & Mitarbeiterempfehlungen
  • Aufbau eines Talent Pools